Veranstaltungen

Veranstaltungen im Jahre 2026

1. Aktuelle Rechtsprechung des OVG Schleswig zum Bauplanungsrecht

Herr Johannes Modest, Richter am 1. Senat des OVG Schleswig, hat am 12.05.2026 einen sehr spannenden und lehrreichen Vortrag zur aktuellen Rechtsprechung des OVG Schleswig zum Bauplanungsrecht gehalten. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Johannes Modest und würden uns über eine Wiederholung freuen!

2. Schleswiger Forum zum Öffentlichen Recht

Am 19. Juni 2026 (Freitag) fand in Saal 6
des Schleswig-Holsteinischen
Oberverwaltungsgerichts,
Brockdorff-Rantzau-Straße 13
in Schleswig, das 28. Schleswiger Forum zum Öffentlichen Recht statt.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.

Wir gratulieren Herrn Dr. Frederik Thomsen und Herrn Ingvar Neubauer zum „Schleswiger Forum Preis“ in den Kategorien „Herausragende Dissertation“ (Dr. Frederik Thomsen) und „Herausragende Schwerpunktarbeit“ im Schwerpunktbereich „Staat und Verwaltung“ (Ingvar Neubauer). Die Arbeitsgemeinnschaft Verwaltungsrecht, Landesgruppe Schleswig-Holstein, ist Mitsponsor des Preises.

3. Studierende üben den Ernstfall: 9. Moot Court am Verwaltungsgericht Schleswig

Es wurde zum 9. Mal hart gerungen beim Moot Court in Schleswig, einer simulierten Gerichtsverhandlung, in der Jurastudentinnen und -studenten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unter dem strengen Blick der Jury aus Berufsrichtern und -richterinnen, Professoren und Anwälten des Deutschen Anwaltsvereins (DAV) einen echten Fall des Verwaltungsgerichts als Kläger- und Beklagtenvertreter durchspielen mussten.

Der Fall hatte es in sich und war nach den Rekordtemperaturen am vergangenen Wochenende, die die Klimaschutzdebatte erneut entfacht haben, wieder hochaktuell: Ein Professor einer schleswig-holsteinischen Hochschule veröffentlichte auf einem pseudowissenschaftlichen Online-Portal wissenschaftliche Erkenntnisse mit der wesentlichen Botschaft, dass die Folgen des Klimawandels nicht so dramatisch seien, wie in der öffentlichen Debatte angenommen. Dabei weist er sich als Professor dieser Hochschule aus. Die Hochschule wird hierauf aufmerksam und forderte ihn mehrfach auf, die Veröffentlichung auf der Plattform zu löschen oder sich bei Veröffentlichungen auf solchen streitbaren Portalen nicht mit der Zugehörigkeit zu ihrer Hochschule auszuweisen. Dies gefährde ihre Reputation.

Der Kläger sieht hierin einen Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit und möchte vom Gericht festgestellt wissen, dass er die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Forschungsarbeit weiterhin mit dem Namenszusatz der Hochschule publizieren darf.

Eine überraschende Änderung des Falls durch die Jury brachte die Studierenden im Finale noch einmal richtig ins Schwitzen und zwang sie zur argumentativen Improvisation. Letztlich setzten sich Kristina Meeder, Victoria Stoedter, Yara Schröder und Anton Köpke durch und strichen den von der Arbeitsgemeinschaft Verwaltungsrecht, Landesgruppe Schleswig-Holstein, des Deutschen Anwaltvereins gestellten Gewinn von 350 Euro ein. Sie überzeugten die Jury durch ihr fulminantes Plädoyer für die Wissenschaftsfreiheit. Rechtsanwalt Dr. Fiete Kalscheuer, der Vorsitzende der schleswig-holsteinischen Arbeitsgemeinschaft Verwaltungsrecht des Deutschen Anwaltvereins übergab den Studierenden den Preis.

Präsident Dr. Sievers ist begeistert:

„Es ist toll, mit welchem Herzblut sich die Studierenden für die Wissenschaftsfreiheit eingesetzt haben und dass sie sich neben ihren vollen Vorlesungsplänen noch einem frühzeitigen Praxistest unterziehen.“

Leon Damerow, 6. Semester, findet:

„Der Moot Court ist eine tolle Gelegenheit kommunikative Fähigkeiten zu trainieren, die im theoretisch geprägten Vorlesungsalltag eher zu kurz kommen.“

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